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Die Sarmaten

Karte

Diese Karte zeigt das Einzugsgebiet der verschiedenen sarmatischen Stämme, nach Strabo, etwa um 68 v. Chr. bis 26 n. Chr.

Zeiteinteilung der Sarmaten

7. bis 4. Jahrhundert v. Chr.:       Sauromaten

     4. bis 2.Jahrhundert v. Chr.:   Frühe Sarmaten

2. Jahrh. v. Chr. bis 2. Jahrhundert n. Chr.:      Mittlere Sarmaten

2. bis 4. Jahrhundert n. Chr.:         Späte Sarmaten

    Teilstämme der Sarmaten

Roxolanen
Jazygen
Urgoi

Diese 3 Stämme wurden als Königssarmaten bezeichnet

Alanen
 Messageten
Aorsen

Aorsen, Alanen und Messageten werden mehrfach ineinander verwoben und als derselbe Stamm bezeichnet. Dio Cassius behauptet in einer seiner Schriften:" Die Alanen sind Messagetae." Die Aorsen werden als der größte Stamm der Sarmaten bezeichnet und konnten wohl bis zu 200.000 Reiter in die Schlacht schicken.

Siraken

Die Siraken waren einer der ersten sarmatischen Stämme die Kontakt zu den Griechen hatten

Limiganten

Die Limiganten waren ursprünglich Sklaven der Jazygen , revoltierten um etwa 334 n. Chr. gegen ihre Herren und gründeten einen eigenen unabhängigen Stamm. Nach mehreren Zusammenstößen mit den Römern wurde dieser Stamm allerdings komplett ausgelöscht

Historische Daten der Sarmaten

ca.507 v. Chr.:

Sauromaten helfen den Skythen eine Invasion durch den Perserkönig Darius I über die pontische Steppe zurückzuschlagen.

310/09 v. Chr.:

Aripharnas, König der Siraken , kommandiert Sarmaten bei einer Schlacht am Fluss Thates als Unterstützung bosporianischer Streitkräfte.

179 v. Chr.:

Gatalos, König der Sarmaten in Europa, bittet um Frieden zwischen den Asiatischen Nationen.

107 v. Chr.:

Roxolanen unterstützen die Skythen bei einem Angriff auf die Stadt Chersones, werden aber von Diophantes, einem General des Herrschers von Pontus, Mithridates VI , zurückgeschlagen.

16 v. Chr.:

Erste Vorstöße über die untere Donau werden von römischen Streitkräften zurückgeschlagen.

34 bis 35 n. Chr.:

Sarmatische Söldner kämpfen unter Pharasmanes von Iberien im partischen Bürgerkrieg.

49 n. Chr.:

Sirakische und Aorsische Truppen unterstützen rivalisierende Splittergruppen im bosporianischen Erbfolgekrieg. Die sirakische Stadt Uspe wurde von römischen Streitkräften geplündert.

50 n. Chr.:

 Jazygische Kavallerie unterstützt den römischen Vasallenkönig Vannius der Quaden bei seinem Krieg gegen rivalisierende Stämme.

69 n. Chr.:

Ungefähr 9000 roxolanische Reiter werden während des Tauwetters im Frühjahr bei Moesia von der dritten gallischen Legion zurückgeschlagen.

ca. 73 n. Chr.:

Die Alanen überfallen Parthien, verwüsten Medien und schlagen den armenischen König Tiridates.

 92 n. Chr.:

Bei der gemeinsamen Invasion von Pannonien durch die Jazygen, Quaden und Markomannen wurde die Legio XXI Rapax vernichtend geschlagen.

101 und 102 n. Chr.:

Roxolanen unterstützen dieDatier während Trajans erstem datischen Feldzug und schlagen diesen zurück.

105 und 106 n. Chr.:

Während Trajans zweitem datischen Feldzug wurde das datische Königreich zerstört und zur römischen Provinz erklärt.

135 n. Chr.:

Die Alanen überfallen Medien und Armenien werden aber vom römischen Gouvaneur Arrian über Kappadokien zurückgedrängt.

167 bis 180 n. Chr.:

Während der markomannischen Kriege unterstützen die Jazygen germanische Stämme gegen Rom.

173 und 174 n. Chr.:

Die Jazygen fallen in Pannonien ein, werden aber von Marcus Aurelius bei der Schlacht auf der zugefrorenen Donau besiegt und zurückgeschlagen.

175 n. Chr.:

Die Jazygen schließen Frieden mit Rom und stellen 8000 Krieger-Geiseln zur Verfügung wovon 5500 nach Britannien zur Sicherung des Hadrianwalls verlegt werden.

236 bis 238 n. Chr.:

Nach seinen Feldzügen gegen die Jazygen erhielt Maximus Thrax den Titel "Sarmaticus Maximus".

282 n. Chr.:

Die Jazygen wurden in Pannonien vom Imperator Carus besiegt.

297 n. Chr.:

Sarmatische Hilfstruppen kämpfen unter Galerius in Persien.

334 n. Chr.:

Sklaven der Donau- Sarmaten revoltieren und nennen sich danach Limiganten.

358 bis 359 n. Chr.:

Nach einer erneuten Revolte gegen Rom vermittelten "Freie Sarmaten" zwischen den sich bekriegenden Parteien. Trotzdem wurden die Limiganten durch Constantin massenhaft abgeschlachtet.

375 n. Chr.:

Die Hunnen schlagen gotische Streitkräfte nördlich des Schwarzen Meeres, wodurch die Völkerwanderung Richtung Westeuropa eingeleitet wurde.

378 n. Chr.:

Die alanische Kavallerie spielte bei der Zerschlagung der gotischen Streitkräfte bei Adrianopel, durch die Römer, eine Schlüsselrolle.

409 n. Chr.:

Die Wandalen wurden bei ihrer Invasion von Iberien (Spanien) unter anderem durch Alanen unterstützt.

429 n. Chr.:

Die Alanen begleiten die Wandalen nach Nordafrika und gründen dort ein Königreich (bis 533 n. Chr.).

451 n. Chr.:

Bei der Schlacht auf den katalaunischen Feldern in Gaul kämpfen die Alanen unter König Sangiban.

453 n. Chr.:

Bei der Schlacht am Fluss Nedao, kämpften die Alanen für Attila den Hunnen.